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Heilung erfordert Arbeit 2.Teil

Alexandra Brand • 7. Januar 2023

„Trauma ist nicht das, was Dir passiert... es ist das, was in dir passiert, als Folge dessen, was dir passiert ist. Die Erfahrung von Sicherheit ist der Beginn von Heilung" Dr. Gabor Maté

20.12.2022

Seit dem Benennen am Sonntagmorgen in einem sicheren gehaltenen Raum mit meinem CranioHerzensMensch hat mein Körper wie diese weggeatmete Panikattacke - die mit der Thematik gekoppelt ist/war, dass ich in der Tiefe fühlen musste, dass ich im Hier und Jetzt mich nicht sicher fühlen würde alleine mit meinem Ex-Mann in einem Raum zu sein - weitergetragen. Das Durchatmen hat nicht ausgereicht. Ständig musste ich mit der linken Hand einen Gegendruck von der Seite meinem Herzen geben, bewusst kontrolliert Atmen und überhaupt tief Atmen, meinen Körper ständig im Minutentakt daran erinnern, sich zu entspannen, zu atmen, loszulassen – ja ihn wie sacken zu lassen. Es fühlt sich an, als ob ich permanent einen Finger in einer schwachen Steckdose habe und die Stromladungen unter der Haut permanent durch den gesamten Körper wellenartig hindurchströmen. Zeitgleich in einem ganz durchlässigen, kurz vorm Weinen Zustand zu sein, erschöpft und rastlos zugleich, sich bewegen müssen/wollen und zugleich reglos, erstarrt und träge zu sein. Eine Achterbahn der körperlichen Gefühle und Symptome. Gestern Morgen hatte ich das innere tiefe Gefühl des wirklich laut schreien müssen und diesen Anschluss an die Gewissheit zu haben, dass das kommen wird/muss, um hier das Gehaltene, den Wahnsinn, das Erschütternde wieder in der nächsten Schicht raus- und loszulassen aus dem Körper, um dann wieder ein Stück leichter weiterzugehen.


NEIN! Ich bin nicht zu viel! Das, was mein Körper mir zeigt ist NICHT zu viel, ist NICHT hysterisch, übertrieben oder dramatisch.


In den Worten von Bessel van der Kolk „ich benenne meinen Schmerz und erkenne ihn an, ich erkenne an, was passiert ist und welchen Schaden dies mir, meinem Körper, meiner Seele zugefügt hat.


Ich bin als Kind sexuell missbraucht worden. In meiner zweiten Ehe wurde ich emotional missbraucht - mein Körper würde jetzt sagen "nein körperlich missbraucht."


Gerade bin ich in Verbindung mit dem Anteil in mir, der jeglichen Missbrauch an mir herunterspielte und gar noch beschöniget bzw. entschuldigte. Ja und vor allen Dingen stecke ich mitten in dem körperlichen Gefühl der Verwirrung und Erschütterung, wenn Missbrauch oder Verrat – sei er sexueller oder emotionaler Natur - durch eine vertraute Person geschieht.


Das nennt man toxische Relativierungen!!!

Ich möchte diesen Aspekt, der in mir aktiv ist, GANZ zu mir nehmen.


Auf welche Weise übe ich, meinen Schmerz anzuerkennen? Ich unterdrücke ihn nicht im Hier und Jetzt, wenn er sich ausdrücken möchte bzw. muss, ich beschönige nicht mehr, das „ja,aber….“ fällt weg.


… ja und dies kann dann auch in den unvorhergesehensten Momenten geschehen…


Ich war dabei mir Wasser zu kochen für meine Wärmflasche, um ins Bett zu gehen. Ganz still stehend vor dem Wasserkocher, sich aufs Bett freuend und die kuschelig warme Decke. Da springt mein Sohn in die Küche und erschreckt mich in dem Maße, dass ich mich zu Tode erschrecke und dann ging es augenblicklich los! Dieses Erschrecken hat das Gehaltene wie eingeladen sich zu zeigen…. Eine Sekunde später hatte ich tief nach Atem schnappend, hyperventilierend nach Halt suchend vor meinem Sohn gestanden und ein paar Sekunden später mit Rücken anlehnend vor dem Ofen gekauert alles daran getan, um meinen Körper hier den Raum zu geben, das auszuagieren und gleichzeitig nicht zu dissoziieren und ganz bei mir zu sein. Zu meinem Sohn habe ich nur das Signal gegeben, dass er sich keine Sorgen machen muss, dass ich da bin und es vorbei geht, weil er natürlich total überfordert war seine Mutter in diesem Zustand zu sehen und zu erleben. Um ganz bei mir bleiben zu können, muss ich das als Mutter meinem Kind zumuten, sonst würde ich nämlich meinen Schmerz wieder zum Wohle des Kindes unterdrücken. Das neuronale Zittern kommt aus tiefen traumatisierten Schichten, lässt etwas aus unserem Körper raus, dass auf Zellstrukturebene gekapselt festsaß. Ich weiß, dass das zur Gesundung führt, dass ein Körperzittern, eine Atemnot, wenn es ausagiert ist, sich auch wieder beruhigen wird. Ich für mich kann ganz klar in einem sicheren Raum mich halten und trotzdem stabil da durch gehen. Nach außen hin sieht das anders aus. Was ich dieses Mal jedoch bewusst gemacht habe, meinen CranioHerzensMensch per Video angerufen, um Hilfe zu erhalten und mich so zu zeigen und bewusst nicht alleine zu sein bzw. mich zu fühlen. Er hatte ja zwei Tage zuvor genau diese heraufkriechende Panikattacke mit mir durchgeatmet, aber im Grunde war es ein gewolltes Weg-Atmen, das nicht ausgereicht hat bei diesem großen Thema, dass ich gerade durcharbeite. Das Heilsamste war, dass er auf Videoverbindung drückt, mich schluchzend und nach Atem japsend sieht, und ohne zu fragen sich hinsetzt, sein Behandlerfulcrum einnahm und ganz bei mir war. Achtsames Mitfühlen, einen sicheren Raum halten, präsent sein, den Raum weit halten, in der Herzverbindung atmen und sein.

Der Akt des sich so Zeigens und das einfach Dasein zu können, ohne das Gefühl zu bekommen „ich bin jetzt zu viel! Oder gar falsch.“ Wir haben 1,5 Std miteinander gearbeitet, zwischendurch auf dem Holzboden auf dem Bauch gelegen und Übungen gemacht. Am Ende habe ich immer noch zitternd mich ins Bett gelegt und zitternd weitergesprochen und gelacht mit dem Vertrauen, dass das Zittern auch weggehen wird und es einfach noch ein wenig braucht. Der Atem, das Lachen, die Leichtigkeit war wieder da.


In den Tagen nach dem 20.12. war ich ständig am Abchecken, ob ich gut in meinem Körper bin. Ja, und spannenderweise während eines der Familientreffen ging es über Post-Corona und auch andere Themen, die mit Körperempfindungen zu tun hatten und ich hörte mich zum ersten Mal so richtig klar aussprechen „ich nehme Dinge anders war als Ihr, ich bin hochsensibel und ihr müsst mir nicht glauben, aber hört auf Euch lustig zu machen oder ein Gefühl zu bagatellisieren! Ich weiß, dass mein Körper anders als vor Corona ist und ich neuronal seither mit Geschwindigkeit im Auto mein Schaff habe!“


7.1.2023

… das war eine Übung während der Weihnachtszeit für das was noch kommen sollte, für mich einzustehen bzw. es zu benennen und mich und mein Gefühl anzuerkennen.

Ich durfte vom 30.12. bis 3.1.23 mit meiner Herzensfreundin in eine Bubble-Blase von Prozessarbeit, Kreativität, intuitives Zeichnen, Tanz, Tarot, Freundinnen-Gebabbel, Essen, Lachen, Weinen, spazieren gehen eintauchen. Nur wir zwei Frauen. Sie ist die Person, die mir das größte Sicherheitsgefühl bieten kann. Mein Körper mit dem Wissen der Präsenz dieser Freundin hatte schon innerlich angefangen sich auf „ich möchte blicken, um loszulassen“ einzustellen bzw. hat es seit dem 20.12. hochkochen lassen mit dem Gefühl der Sicherheit im Hintergrund, dass wir zwei Freundinnen für uns beide arbeiten wollen und eintauchen werden – im Feld der Sicherheit.

Es ist von meiner Seite ein bewusstes Loslassen oder Zur-Seite-Stellen können von evtl. Vermeidungstaktiken nicht fühlen zu wollen, um stabil zu bleiben, denn da ist ja jetzt die Freundin da und wir haben uns zum Prozessarbeiten verabredet. In dem Moment, wenn mein Nervensystem quasi diese Sicherheit fühlt, darf sich das Trauma in seiner Gänze zeigen.


Ich spreche darüber wie heftig das Gefühl für mich ist, in der Tiefe mir einzugestehen, dass ich mich wirklich nicht sicher fühle alleine mit meinem Ex-Mann in einem Raum zu sein. Dass mein Körper nach 15 Jahren Beziehung/Ehe und 3 Jahren getrennt sein, im Hier und jetzt es so massiv nach wie vor durch Panikattacken, die plötzlich gekommen sind, offenbart und zeigt. Ich fühle bewusst, was mir seit der Trennung vor allen Dingen alles widerfahren ist und bin endlich bereit nach über 3 Jahren die Brutalität dessen, was ich erleben musste und die Auswirkungen in meinem Körper anzuerkennen OHNE diese zu relativieren oder zu beschönigen. So ist das! So war das!


Die toxische Relativierung will endlich aus meinem System gehen….

Mit Hilfe meiner Freundin durfte ich an das damit gekoppelte Körpergefühl herankommen.


Und ich kann Euch sagen, es kostet mich all meine Kraft hier weiter zu schreiben, denn ein Teil in mir möchte einfach sich in die Decke verkriechen und nie wieder das fühlen und darüber nachdenken müssen. Mein Körper reagiert gerade mit massivem Herzrasen, als ob ein zweites Ich in meinem Körper innen drinnen sitzt und nach außen drückt, Schwindel, permanentes Erstarren im Tippen. Also, aufstehen, Toilette gehen, Lichter anmachen, mein rotes Tuch um mich wickeln, trinken, schöne Musik in die Ohren, herumlaufen, um wieder klar zu werden.


Das Überthema ist „körperliche Bewegung“ und eine massive Blockade, die ich in mir spüre, die jedoch jetzt erst greifbarer wurde

Ich beschreibe Ihr also gegenübersitzend das körperliche Gefühl und benenne einen Zustand, dass ich mich bewegen möchte, aber etwas noch zurückhält. Dass ich diese Blockade noch nicht ganz greifen kann. Im Erklären benutze ich meine Hände und plötzlich erstarren diese in der Luft, ich war wirklich dran an dem was da wirkt und mein gesamter Körper fror einfach so ein und ich konnte mich nicht mehr bewegen - Erstarrung. Meine Hände waren rechts und links jeweils 20/30 cm von und vor meinem Körper oberhalb der Brust mit einer Form als ob sie was umgreifen, die Finger quasi in U-Form in Richtung zueinander.


„Was hältst Du denn da in der Hand?“

A (Tränen fließen schon): ich weiß nicht, bin mir nicht sicher ob ich da was halte, es fühlt sich gerade eher an als ob etwas um meine Hände ist. Hm, und auch so ein Gefühl, dass ich mich nach hinten anlehnen kann, fallen lassen kann. (es ist nebulös vorne und nach hinten fühlt der Rücken ein wenig, wie eine leichte Berührung)

„Wie ist es denn, wenn Du nach rechts schaust?“ Panikgefühl kommt augenblicklich hoch

„Wie ist es, wenn Du nach links schaust?“ Schwindel, Nebelgefühl

Durch diese Fragen fühlt es sich plötzlich an, als ob ich ein großes, dickes gemasertes Brett zwischen meinen Händen vor mir halte. Mind. 5 cm dick und 40cm tief.

„Es geht ja um die Bewegung. Kannst Du Dich nach vorne bewegen?“

BÄHM! Und da ist es zum ersten Mal so richtig klar fühlbar, das, was ich die ganzen Jahre tief in mir fühle… Nein, ich kann mich NICHT nach vorne bewegen, denn das Brett klebt jetzt förmlich auf Herzebene vor mir am Körper und ich bekomme augenblicklich wieder diese Beklemmungsgefühle. Ich komme quasi nicht vorwärts, totale Blockade in der Bewegung weiter zu kommen mit meinem Körper.

„Hm, du hast ja das Brett in der Hand und könntest es einfach ablegen oder fallen lassen.“

Und dann ging die nächste Panikattacke los, denn ich habe plötzlich gefühlt, dass um meine Hände noch andere Hände drumherum sind, die meine umklammern bzw. festhalten. Mit Hilfe meiner Freundin atme und zittere ich mich durch die nächste neuronale Trauma-Erleichterungs-Zittern-Phase mit dem Wissen und der Präsenz, dass ich in Sicherheit bin, dass ich dadurch ein Stückchen mehr heile.


Augenkontakt ist für mich wichtig, den halte ich und bringe mich mit der allgegenwärtigen Präsenz meiner Freundin da gut durch bis es sich beruhigt.


ENDLICH konnte ich das verwirrende, nicht einzuordnende Gefühl im Körper wirklich ganz klar fühlen:

 Mein Körper ist in der Umarmung eines Mannes, hält das Brett vor sich und der Mann hat seine großen Hände um meine, die dadurch sich nicht lösen können.

Ich bin quasi gefangen mit dem schweren großen Brett in meiner Hand haltend vor mir und dem Körper hinter mir und die Hände um mich herum. Was vom Körper des Mannes ausgeht, ist ein „Du darfst Dich bei mir anlehnen… lass Dich in meine starken Arme fallen… ich bin für Dich da….. ich halte Dich… ich bin vertrauenswürdig… ich bin sicher….

Wenn ich nach vorne laufen möchte, knalle ich gegen das Brett.


Metaphern/Bild Arbeit ist eine kraftvolle Methode an tiefsitzende Ebenen zu gelangen.


Ich höre auf zu bagatellisieren.


Es hat mich 2 Jahre nach der Trennung gekostet bis ich die Hände meines Ex-Mannes nicht mehr um meine gefühlt habe. Teilweise hat es sich wie auf Drogenentzug angefühlt. Menschen, die sich aus narzisstischem Missbrauch herausgewunden haben, können genau nachvollziehn, wovon ich hier schreiben! Ich habe dann gedacht, dass das so krass ist mit diesem Herauswinden aus dem Körpergefühl mit den Händen, weil Hände für mich im Allgemeinen, das Hand-in-Hand gehen ein Gefühl der Vertrautheit, des Vertrauens, der Sicherheit darstellt. Manchmal bin ich aufgewacht und habe sie wie in meinen gefühlt oder auf mir. Vor 3,5 Jahren durfte ich aus meinem Nebel aufwachen. Erst jetzt mit diesem klaren Bild und dem körperlichen klaren Brett-Hand-Käfig Gefühl kann sich mein Nervensystem erst richtig und endlich regulieren, weil ich meinen Empfindungen glaube, diese nicht mehr herunterspiele, sondern brutal ins Gefühl gehe und benenne und erkenne an wie es all die Jahre für mein Nervensystem war in dieser Beziehung, die auf Lüge und  Betrug und Projektion basierte. Ich relativiere nicht mehr, sondern fühle den emotionalen und körperlichen Missbrauch an mir und der Schmerz, der damit einher geht und dass zu einem gewissen Zeitpunkt sogar auch noch versucht wurde mir einzureden, dass ich ein sexuelles Problem hätte, weil ja ich als Kind sexuell missbraucht wurde. Suptiles Gaslighting nennt man das, Ablenkung vom eigenen Fremdgehen, heimlich Pornos anschauen, zu Prostituierten gehen etc.


Ich habe da richtig drin gesteckt in diesem Brett-Käfig-Körpergefühls der Projektion, Lüge und Betrugs und des emotionalen Missbrauchs und zwar fast 15 Jahre lang. Es war für mein Nervensystem ein sehr vertrautes Gefühl, denn der Ursprung hierfür liegt in meiner Kindheit und das, was ich von klein auf mit auf den Weg bekommen habe, gelernt habe - es hat im Grunde schon mit 2/3 Jahren ca. begonnen. Mein intuitives Nervenkostüm, m ein Bauchgefühl hat richtig gefühlt, doch das subtile Gaslighting in der Kindheit , meine Erfahrungen von sexuellen und emotionalen Missbrauch, haben mich meine eigenen Wahrnehmungen und Gefühle in dieser Beziehung nicht glauben und dann toxisch relativieren lassen.


Wir arbeiten weiter, meine Freundin und ich. Systemisch mit Bodenankern, Atmung, mit der Kraft der Bilder. Spannend war, dass ich in diesem Prozess plötzlich erkannte, dass das Brett ja gar nicht zu mir gehört. Der Aspekt, dem Brett eine Türklinke zu geben, wird von meiner Freundin als Impuls gegeben und ein Prozess des Rauswinden, Türe öffnen, Grenzen setzen darf durchlaufen werden. Am Ende lagen die Zettel tatsächlich vor meiner Haustüre.


2 Tage später räume ich die Zettel weg. Am nächsten Morgen wache ich wieder mit dem gleichen Brett-Hände-Käfig Gefühl auf. Totaler Druck vorne in Brusthöhe. Ok dachte ich mir, irgendetwas ist doch noch nicht vervollständigt. Ich stelle mir vor, in dieser Brett-Hände-Position zu sein und frage innerlich meinen Körper, was er denn braucht! Und dann ist folgendes geschehen:

-ich bewege massiv, heftig meinen Körper nach hinten. Drücke mit viel Kraft nach hinten weg, so als ob ich wirklich mich aus einer unangenehmen Umklammerung brutalst befreien müsste.

-ein Gefühl hämisch ausgelacht zu werden, ein Machtgefühl schlägt mir entgegen, total unangenehmes Körpergefühl kriecht hoch, eklige Gänsehaut überall

-Erinnerung: ah, das Brett gehört nicht zu mir, d.h. ich kann mich doch bewegen! (es geht ja um die Thematik Bewegung)

-ich ziehe wie die Hände nach unten, drehe mich herum innerhalb dieses Arme-Hände-Körper-Brett Käfigs

-Gefühlt als ob ich nun Nase an Nase mit jdm. stehe – ganz eng.

-meine Hände falten sich zusammen, die Berührung der Finger bringt eine innere Aufrichtung. Das Brett klebt quasi jetzt in meinem Rücken, aber gibt plötzlich ein Gefühl des Halts, der Erdung, Anlehnung an mich selbst

-dann höre ich mich innerlich wie sagen „ich werde es benennen, weil mein Körper das fühlt

-dann plötzlich die Erkenntnis: ich habe so lange im Grunde den sexuellen Missbrauch in meiner Kindheit und meiner Ehe bagatellisiert und ich begreife, dass ich diesen Anteil ganz zu mir nehmen muss: der naive, der zugewandte, der dissoziierte, der traumatisierte, der das Gute im Menschen fühlende, der verwirrte, nicht klar einordnende, der verzeihende, verleugnende, mich selbst nicht ernst nehmenden, verdrängende Anteil in mir.

-dann kommen Gefühle wie: Verrat, Verdrehung, Käfig, Heuchelei, Blendertum, hämisches Lachen, Macht, benutzt worden sein, ich habe dich im Griff, Du hast mir gut genutzt ins Feld

-meine Hand geht auf mein Herz

-und ich fühle von der Herzensebene aus und gehe in Augenkontakt innerlich und sage „Du musst mit Deinen Handlungen und Worten, die aus Deinem Munde kamen, klar kommen“, ich benenne den emotionalen Missbrauch und anerkenne mein Gefühl im Hier und Jetzt.

-mit körperlich gefühltem Augenkontakt und einer Herzverbindung trotz allem, erkenne ich meinen Schmerz an und übermittele diesen. Es ist egal ob es ankommt, denn es geht einzig und allein darum, dass ich aufhöre zu relativieren.

-dann gehe ich unter den Arm auf der rechten Seite hindurch innerlich

-dann zittert mein Körper wieder einige Minuten und beruhigt sich und ich sitze ganz ruhig und klar auf meiner Bank and atme.


Die Türklinke kam nicht aus mir heraus und hat für 2 Tage geholfen, es war gut, dass ich diese erst spüren durfte, bevor ich dann den nächsten Schritt für mich machen konnte. Heilung erfordert Arbeit und es geht nur schrittweise in unserem ganz eigenen Rhythmus.


Ich biete einen sicheren Raum, das weiß ich! Gerade, weil ich mir erlaube immer wieder selbst eine Schicht tiefer zu gehen und weil ich jedes Gefühl meiner Klienten ernst nehme, im Vertrauen bleibe, im Prozess den Raum halte und den sicheren Ort, den guten Platz im Körper dabei immer im Fokus habe. Heute nenne ich mich u.a. auch Trauma-Embodiment-Coach. Tief bin ich selbst gegangen in meiner Ausbildung letztes Jahr und freue mich, dass so viel gelernt habe über mich und für meine Arbeit.

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KAE SCHUCH – 40 Frauen über 40! Sich sichtbar machen…. Mich ganz zu zeigen…. …. Und dadurch wie eine Anschlussnahme an ein Feld der Neufindung, der Stabilisierung, der Klärung und Kräftigung…. … aus meiner Komfortzone treten vor die Kamera…. … ein Abschluss oder eher eine Integration dessen was war, ein zur Ruhe kommen … … am 24.8.2021 ganz bewusst das Fotoshooting Datum gewählt und mich bewusst eingeladen von da an Schritt für Schritt als 50jährige Frau in meine 2. Lebenshälfte einzutreten. „ Wenn die Zwischenräume wegfallen und die Authentizität zum Vorschein kommt, das berührt und schafft einen Raum der heilsamen Begegnungen.“ Das hat KAE in dieser Zeit bereitet, einen sicheren Raum, in dem ich mich ganz zeigen konnte und wir beide durften uns an diesem Tag in unserer Ganzheit begegnen. KAE hatte zu Anfang schon sehr schnell gemerkt, dass ich den Augenkontakt brauche, um mich fallen lassen zu können, um mich sicher zu fühlen und positionierte entsprechend die Kamera direkt neben ihrem Gesicht und bot mir somit ihre Augen an, um in Verbindung zu sein und so einen freien Zwischenraum der Begegnung zwischen uns zu anzubieten. Oh, da kam ein Schamgefühl hoch als der Zwischenraum frei war und KAEs schöne Augen auf mir ruhten, viel Lachen und Natürlichkeit kam aus mir herausgesprudelt und die Reise konnte beginnen, hatte KAE mit ihrer achtsamen Art und Weise ganz sanft mich in ihren sicheren, vertrauenswürdigen Raum eingeladen, der dann auch zu meinem sicheren Raum wurde. Es war spannend, wie es mir ging, als ich die ersten Fotos angeschaut hatte… „nee, das bin nicht ich!“ „hier stimmt was nicht…“ „ich erkenne mich auf den Fotos nicht wieder!“ Es war die viele Schminke in meinem Gesicht, denn bei einem Fotoshooting soll man ja mehr Schminken, denn am Ende wirkt es nicht übergeschminkt auf den Fotos …. Wir haben die Schminke wieder abgewischt! Für mich fühlte es sich innerlich an wie „ich brauche auch keine Maske aufzusetzen … ich bin so wie ich bin… ungeschminkt… blank… roh, pur, einfach nur sein… - so will ich mich natürlich auf den Fotos zeigen.“ „Und darum geht es bei meiner Arbeit - ich helfe den Menschen sich ungeschminkt, ohne Zwischenraum selbst zu begegnen und in den Spiegel zu schauen, mit sich selbst in Verbindung zu gehen und dabei an die eigene Ressource, die eigene Kraft, die eigene Klarheit im Weitergehen Anschluss zu nehmen.“ …und dies durfte ich bei KAE an diesem Tag mit dem Fotoshooting „40 Frauen über 40“. In dem Eingangsvideo zum Projekt sage ich, dass wahrscheinlich ab einem bestimmten Zeitpunkt die verletzliche Alexandra zum Vorschein kommen wird, die Frau, die sich bis auf die Knochen häuten musste und tief traumatisiert ist. Es gab eine Zeit, in der ich ohne eine bestimmte Mütze auf dem Kopf nicht mehr meinen Körper spüren konnte, weil alles zu viel war – das Trauma und das was alltäglich damit einherging zu groß war in diesem Moment. Diese Mütze war ein Anker, um im Hier und Jetzt zu bleiben, wie eine Schutzhaube in alldem Chaos, eine Hülle, die mich zusammenhielt, eine Grenze/Begrenzung, dass ich mich nicht auflöste. Ich bin mir ihr schlafen gegangen. In meinem tiefsten Tiefpunkt, in den 2,5 Tagen, wo ich körperlich total zusammengebrochen bin und noch nicht einmal mehr laufen konnte, war diese tannengrüne Wollmütze mein einziger Halt wenn ich alleine war. Oft habe ich mit den Händen nach ihr gegriffen, um zu spüren, ob sie denn noch da ist. Ich hatte den Wunsch auch ein tolles Foto mit der Mütze zu machen, wie als Dankeschön und Wertschätzung an sie. Wir waren im Grunde fertig mit dem Shooting: Pullibilder, Meditations-/Tanzbilder, weibliche Federbilder. Das Bild, in dem ich meine Füße anfasse, ist die letzte Position gewesen…. „…ah, wir wollten doch noch ein Bild mit der Mütze machen…!“ Ich bleibe sitzen, die Praktikantin holt die Mütze, ich setze die Mütze auf und BÄHM… in sekundenschnelle wurde ich in den traumatisierenden, erschütternden, Gefühlszustand der vorangegangenen 20 Monate hineingesogen. Es ist einfach passiert. Es war nicht geplant. KAE meinte nur „soll ich draufhalten?“ und ich konnte „Ja“ sagen, weil ich mich mit ihr sicher fühlte. KAE hat diese Fotoreihe daraus gemacht und wann immer ich die Fotos sehe, bin ich tief mit mir verbunden, mit meiner Stärke, meinem Sein, meine Authentizität, meiner Ehrlichkeit. KAE hat mir zum Schutz – das war ihr tiefstes Bedürfnis als Fotografin als sie mich so erlebte – einen naturfarbenen Tüll oben um den schwarzen Overall gebunden. Ich kann nicht in Worte fassen, was das mit mir als Frau gemacht hat. Ich habe mich in diesem Moment von KAE so beschützt und eingehüllt und gesehen gefühlt und die Qualität der ehrlichen, unterstützenden „Sisterhood“ einfach nur genossen. Es liegen keine 3 Minuten zwischen den tollen weiblichen Powerfotos und dieser Fotoreihe! Das hat KAE mit ihrem Projekt vielen wundervollen Frauen eröffnet. Und plötzlich wurde daraus ein Herzensprojekt mit Vernissage, Buch, eigener Facebook-Gruppe. Wir Frauen haben unsere ganz persönliche Heldinnenreise durch die Bilder gewürdigt, haben uns sichtbar gemacht, uns Wertschätzung gegeben. Wir alle hatten wie einen Sog zu diesem Projekt „40 Frauen über 40“ an einem bestimmten Punkt gefühlt und sind uns selbst, dem Frausein, der Gemeinschaft des Projekts näher gekommen. In der letzten Zeit höre ich oft von meinen Kunden – ob jung oder alt, Mann oder Frau – „ich bin so dankbar, dass ich bei dir hier den Raum habe mich ganz zu zeigen“, „ich kann nur bei dir so offen und ehrlich mich zeigen“, „es tut so gut den Raum zu haben, um meine Gefühle zu spüren und zu zeigen“. Eine der am häufigsten übersehenen spirituellen Praktiken ist es, sich zu trauen, absolut ehrlich in jeder Begegnung zu sein. Einige mögen sagen, andere könnten mit ihrer Ehrlichkeit nicht umgehen, aber wahre Ehrlichkeit ist keine Strategie oder irgendeine Waffe. Es ist die Bereitschaft, offen und absolut transparent mitzuteilen, wie sich jeder Moment in deinem Herzen anfühlt. Es hat nichts mit Konfrontation, Anklage oder irgendeiner Form von Schuldzuweisung zu tun. Wahre Ehrlichkeit ist die Bereitschaft, sich völlig bloßzustellen und der Welt zu erlauben, zu tun und zu sagen, was sie will, nur so wirst Du wissen, wer Du bist – jenseits aller Vorstellungen. Ich lade Euch ein, Begegnung ohne Zwischenräume und ohne Maske zu leben. Euch verletzlich zu zeigen. Es bringt Klarheit, so viel Kraft, innere Ruhe – für mich ist es ein Eintauchen in die Gnade, die Demut und das Mitgefühl – wir fühlen über die Herzen, sind verbunden, ein ehrliches Sein und Miteinander. Hier der Link zum Projekt: https://kaeschuch.de/blog/2022/04/01/das-40-ueber-40-projekt-kunstprojekt-fotografie-ausstellung-kunstbuch-bildband/ DANKE KAE!
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